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Männer haben mehr Glücksspiel im Kopf

Männer haben mehr Glücksspiel im Kopf

Wenn man sich näher mit Neurowissenschaften beschäftigt, stößt man früher oder später auf das sogenannte Hemisphärenmodell des menschlichen Gehirns. Hier geht man von der Annahme aus, dass die zwei Gehirnhälften unterschiedlich spezialisiert sind und damit einerseits für rationale bzw. andererseits für emotionale Prozesse gewisse Dominanzen aufweisen.

So heißt es, dass die linke Gehirnhälfte in erster Linie rationale, sprachliche, analytische, zeitlich lineare und logische Prozesse verarbeite, während die rechte Gehirnhälfte ganzheitlich, bildhaft, musisch, kreativ, intuitiv, zeitlos, räumlich, emotional und körperorientiert sei. Das Hemisphärenmodell bildet teilweise noch immer die Grundlage für Verfahren der psychologischen Marktforschung und kommt somit auch im Esports Marketing zur Geltung.

Glaubt man den Wissenschaftlern, beeinflusst die rechte Gehirnhälfte eher unsere künstlerische Seite. Wenn Probleme bewältigt werden müssen, spielt hier Intuition eine wesentliche Rolle, und gewonnene Informationen werden in Gänze und ganzheitlich wahrgenommen bzw. verarbeitet. Die linke Gehirnhälfte ist dagegen unser analytisches Zentrum. Hier werden Probleme eher mit Logik angegangen und neue Informationen bzw. Erkenntnisse werden stärker in Bezug auf ihre Wichtigkeit identifiziert und verarbeitet. Demnach ist auch die linke Gehirnhemisphäre die Seite, die eher bei Verlusten aktiv wird, während die rechte Hemisphäre bei Gewinnen aktiv ist.

Insofern ist es nicht weiter verwunderlich, dass gerade Glücksspiele eine starke Auswirkung auf das menschliche Gehirn haben. So finden sich in unseren Gehirnen Kreisläufe, die von der Wissenschaft als Belohnungssystem bezeichnet werden. Sie sind mit verschiedenen Bereichen des Gehirns verbunden und für Emotionen wie Freude aber auch Motivation zuständig. Belohnende Erfahrungen führen dann dazu, dass Signale über sogenannte Neurotransmitter – in erster Linie Dopamin – gesendet werden. Dabei kann man auf diese einfache Formel zurückgreifen: je mehr Dopamin, desto mehr Genuss. Das Spielen und Gewinnen sorgt also für die Freisetzung von diesen Neurotransmittern und wirkt auf Gambler daher ähnlich wie Sex und Schokolade. Gerade Glücksspiele wecken bei vielen Menschen folgerichtig für Begeisterung und sorgen somit für weniger Stress.

Dabei sind Männer empfänglicher für Glücksspiele als Frauen, denn sie machen in etwa knapp 85 Prozent aller Spieler aus. Im Fokus der männlichen Teilnehmer stehen in erster Linie online Sportwetten sie und neigen dazu, bei unterschiedlichen Anbietern zu spielen. Das Gute dabei – und hier unterscheiden sich Männer in keiner Weise von ihren weiblichen Mitspielern: Selbst wenn ein Spiel mal verloren geht, produziert der Körper Adrenalin und vor allem Endorphine – und sorgt dadurch für ein Wohlbefinden. Gefährlich wird es hier lediglich, wenn Glücksspiele plötzlich zur Hauptbeschäftigung werden, man andere Aktivitäten dabei einschränkt und das Spiel weniger dem Spaß als dem möglichen Geldgewinn dient. Hier gilt es verantwortungsbewusst zu spielen und seine eigenen Grenzen zu kennen.

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