eSport Marketing
5 Gründe, warum Sie im eSport werben sollten

5 Gründe, warum Sie im eSport werben sollten

Auf Grund des steigenden Interesses seitens internationaler Nutzer haben wir uns dazu entschieden keinen rein deutschsprachigen Blog mehr zu führen. Stattdessen werden wir fortan unter www.esports-marketing-blog.com englischsprachigen Content anbieten.

Der eSport-Markt ist für Werbungtreibende ein idealer Ort, um Produkte oder Marken einer jungen Zielgruppe zu präsentieren. Bisher haben dies jedoch nur einige wenige Unternehmen, meist aus dem IT-Bereich stammend, verstanden. Wir nutzen die Gunst der Stunde und nennen Ihnen 5 Gründe, warum Sie im eSport werben sollten.

Definition: Unter dem Begriff eSport versteht man das wettbewerbsorientierte Spielen von Computer- und Videospielen.

1. eSport bietet überzeugende Reichweitenkennzahlen

Der eSport hält dank seiner Vielfalt viele interessante Zahlen bereit. Die eindrucksvollsten Statistiken liefert derzeit sicher der eSport-Titel League of Legends (LoL). Weltweit verzeichnet der MOBA-Titel 70 Millionen Spieler von denen täglich 27 Millionen aktiv spielen. Zur besten Zeit sind circa 7,5 Millionen Spieler gleichzeitig online.

SpielSpieleranzahl
League of Legends67.000.000
World of Tanks60.000.000
Call of Duty40.000.000
HearthStone30.000.000
Defense of the Ancients 226.000.000
Team Fortress 220.000.000
Counter-Strike: Global Offensive5.400.000
SMITE4.000.000

Auch in Bezug auf Zuschauerzahlen ist League of Legends derzeit das Maß aller Dinge. Die League of Legends Weltmeisterschaft 2014, die in Singapur, Taipei, Busan und Seoul ausgespielt wurde, sahen insgesamt 27 Millionen Unique Viewers. Im Finalspiel lag die Anzahl der Peak Concurrent Viewers bei 11,2 Millionen.

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EventJahrSpielZuschauer (UV)
World Championship2013League of Legends32.000.000
ESL One Cologne2015Counter-Strike: Global Offensive 27.000.000
World Championship2014League of Legends27.000.000
The International2014Defense of the Ancients 220.000.000
ESL One Katowitz2015Counter-Strike: Global Offensive 8.780.000
World Championship2012League of Legends8.282.000
EVO2013Mehere1.700.000
ESL Meisterschaft Frühling 20152015Mehrere1.055.840
The International2012Defense of the Ancients 2567.000

In Deutschland ist die ESL Meisterschaft die reichweitenstärkste Liga und sucht jährlich dreimal den Deutschen Meister in insgesamt fünf eSport-Disziplinen. Im vergangenen Jahr sahen knapp sechs Millionen Zuschauer die Live-Übertragungen der Liga. Die erste Saison im Jahr 2015 verzeichnete mehr als eine Million Unique Viewers.

EventJahrSpielZuschauer (Peak CCU)
World Championship 2014League of Legends11.200.000
World Championship 2013League of Legends8.700.000
IEM Katowitz2015Mehrere2.600.000
The International2014Defense of the Ancients 22.000.000
ESL One Cologne2015Counter-Strike: Global Offensive 1.300.000
World Championship 2012League of Legends1.154.000
ESL One Katowitz 2015Counter-Strike: Global Offensive 1.012.745
ESL One Frankfurt2015Defense of the Ancients 21.000.000
The International2013Defense of the Ancients 21.000.000
ESL Meisterschaft2014Mehrere511.000
World Championship Series2013StarCraft II149.549
EVO2013Mehrere144.848

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2. eSportler sind reichweitenstarke Influencer

Ebenso wie bei den klassischen Sportarten erfreuen sich Profispieler, aber auch Moderatoren und andere Szene-Persönlichkeiten, großer Beliebtheit bei den Fans und stellen somit reichweitenstarke und authentische Multiplikatoren und Influencer dar. Ihre Reichweite erhalten die Protagonisten neben ihren regelmäßigen Auftritten auf dem virtuellen Spielfeld durch ihre Präsenz auf den sozialen Netzwerken wie facebook, twitter, Instagram und Co. So kommen die 20 beliebtesten eSportler auf facebook beispielsweise auf insgesamt 5,8 Millionen Likes.

eSportler-sind-reichweitenstarke-Influencer

Der beliebteste eSportler der Welt auf facebook mit etwas mehr als 600.000 Fans hört auf den Namen Carlos Rodriguez (Ocelote). Rodriguez ist einer der wenigen Spieler, der es geschafft hat, aus seinem Namen eine wirtschaftlich erfolgreiche Marke zu erschaffen. Laut eigenen Angaben verdiente er im vergangenen Jahr zwischen 600.000 und 700.000 Euro, wobei 75% der Einnahmen durch Merchandise-Produkte generiert wurden. Nicht zuletzt seinem medienwirksamem Auftreten und der Nähe zu seinen Fans verdankt der Spanier seinen Status, der ihm unter anderem das Beziehen einer eSport-Villa im Herzen Madrids ermöglicht hat.

Rodriguez ist dabei jedoch längst nicht der einzige eSport-Akteur, auf den einige Unternehmen ein Auge geworfen haben. Erst kürzlich gab Red Bull bekannt, den ersten League of Legends Spieler in die Reihen seiner Athleten aufgenommen zu haben. Und auch Monitorhersteller EIZO baut seit langem auf eSport-Testimonials, unter anderem im Rahmen der Werbekampagne für den EIZO FORIS FG2421 Gaming-Monitor, für deren Zweck Ex-Profispieler Patrik Sättermon (cArn) vor die Kamera trat.

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3. Global Players haben den Trend bereits erkannt

Dass eSport ein interessanter Markt für Marken ist, haben auch einige Global Player bereits erkannt. Mit Coca Cola, Beats by Dr. Dre, Red Bull, Björn Borg, McDonalds, Dr. Pepper oder HTC reihen sich namhafte Marken in die Riege der im eSport aktiven Unternehmen ein.

Während Coca Cola sein Engagement derzeit auf das Sponsoring der League of Legends Championship Series konzentriert, betreibt Red Bull schon seit einigen Jahren eigene Events und Turniere, darunter die Red Bull Battlegounds oder die Red Bull Wings Academy.

Eines der umfangreichsten Sponsorings in Bezug auf eSport-Clubs betreibt derzeit wohl High Tech Computer Corporation (HTC), welches Anfang diesen Jahres Partnerschaften mit gleich drei amerikanischen eSport-Organisationen bekannt gab.

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4. eSport-Events füllen ganze Stadien

eSport findet nach wie vor hauptsächlich online statt. Der Trend geht jedoch vermehrt dahin, dass regelmäßig Events, vorwiegend in Großstädten, veranstaltet und zahlreich besucht werden. So verzeichnete beispielsweise die ESL One Frankfurt 2014 ganze 12.000 Besucher in der Commerzbank Arena.

Das bis dato wohl spektakulärste Event ist die League of Legends Weltmeisterschaft, deren Finalspiel im Jahr 2013 im Staple Center in Los Angeles stattfand und innerhalb einer Stunde ausverkauft war. Im vergangenen Jahr sahen das Finale der Weltmeisterschaft 40.000 eSport-Begeisterte im Sangam Stadium in Seoul. Die diesjährige Ausgabe findet in Europa statt und beinhaltet Events in London, Paris und Brüssel. Das Finale wird in der Mercedes Benz Arena in Berlin ausgetragen.

Auch das Theater des Madison Square Garden wurde im vergangenen Jahr im Rahmen der ESL One New York gefüllt und auch dieses Jahr gastiert man im Rahmen der New York Super Week in der Metropolregion.

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5. eSport ist ein aufstrebender Markt

Der eSport-Markt wächst. Gab es 2012 weltweit gerade einmal 58 Millionen so genannter eSport-Enthusiasten, waren es im vergangenen Jahr ganze 89 Millionen. Das renommierte Marktforschungsinstitut Newzoo prognostiziert bis zum Jahr 2017 rund 145 Millionen eSport-Enthusiasten.

Hinzu kommt, dass 40% aller eSport-Fans nicht selbst aktiv spielen, sondern Begegnungen via IPTV- oder andere Livestream-Angebote verfolgen. Ein Zeichen dafür, dass eSport sich zu einem so genannten Zuschauersport entwickelt. Weltweit verfolgen 205 Millionen Zuschauer eSport-Inhalte.

esport zuschauer wachstum umsatz

© Newzoo | The Global Growth of eSports – www.newzoo.com/esportsreport

Im Jahr 2012 wurde im eSport ein Umsatz von 130 Millionen US-Dollar generiert. In 2014 stieg dieser auf 194 Millionen US-Dollar und für das Jahr 2017 werden 465 Millionen US-Dollar Umsatz erwartet. Das würde einer Wachstumsrate von 257,69% in einem Zeitraum von fünf Jahren entsprechen.

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Haben wir Ihr Interesse geweckt? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie, planen mit und für sie Events im eSport-Bereich und setzen Ihre Ideen und Markenbotschaften so um, dass sie bei der Zielgruppe ‚eSportler & Gamer‘ erfolgreich ankommen.

Als Leser unseres Artikels „5 Gründe, warum Sie im eSport werben sollten“ könnten Sie auch folgende Beiträge auf dem eSport Marketing Blog interessieren:

Bildquellen: © newzoo.com; © eslgaming.com, Fotograf: Helena Kristiannson

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6 Kommentare

  1. Alex

    11.6.2015 at 19:26

    Sehr interessanter Beitrag! Da ich selbst auf Schwerpunkt Marketing studiere stelle ich mir natürlich die Frage, inwiefern sich der Stellenmarkt in Deutschland auf diese Entwicklung einstellt. Zu diesem Thema wäre in Zukunft ein Beitrag sicherlich auch interessant. Mit der ESL, TakeTV, 2-3 Agenturen und dem Startup Dojo Madness (mehr ist mir auf Anhieb nicht eingefallen) ist der Stellenmarkt noch sehr übersichtlich. Die für diesen Monat angesetzt CGC Europe in Frankfurt wurde leider erst kürzlich, aufgrund zu wenig verkaufter Tickets, abgesagt.

    Cooler Blog, weiter so!

    Antworten

    • Christian Kresse

      Christian Kresse

      12.6.2015 at 13:04

      Hallo Alex,

      besten Dank für die lobenden Worte und den Input. Tatsächlich ist bereits geplant, dass wir uns dem Thema „Jobs im eSport“ in naher Zukunft annehmen.

      Also: Stay tuned :)

      Liebe Grüße,
      Christian

      Antworten

  2. […] article was originally published by Christian Kresse on the ‘eSport Marketing […]

    Antworten

  3. Foggy

    24.8.2016 at 5:40

    Ich finde diesen Beitrag sehr interessant.

    In naher Zukunft wollte ich ein Unternehmen gründen, welches speziell für den eSport Bereich gedacht ist.
    Diese Zahlen und Prognosen werden mir bei meinem Business Plan hoffentlich helfen, Investoren zu finden ^^

    Antworten

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